Editorial

Peter Schneider, Chefredaktor ASMZ

Liebe Leserin, lieber Leser

Am Montag, 17. Februar, wurde eine Boeing 767- 300 der Ethiopian Airlines auf dem Flug nach Rom vom Copiloten entführt; sie landete schlussendlich um 0605 Uhr in Genf. Zwei Eurofighter der italienischen Luftwaffe begleiteten das Flugzeug, abgelöst an der französischen Grenze durch die französische Luftwaffe. F/A-18 kamen keine zum Einsatz, weil die Luftwaffe vor 0800 nicht fliegen darf. Die Welt hat den Eindruck bekommen, dass unsere Verteidigungsbereitschaft und Verteidigungsfähigkeit nicht mehr vorhanden sind, zudem wurde unser Land in der Presse lächerlich gemacht. Zweifellos hätte aus hoheitlichen Gründen demonstrativ ein Einsatz unserer Luftwaffe erfolgen müssen, unabhängig davon, ob eine derartige Situation den Einsatz von Jagdflugzeugen effektiv erfordert. Der zum Glück glimpflich abgelaufene Zwischenfall soll uns aber alarmieren und daran erinnern, dass hier eine Schwachstelle vorliegt und dass es um eine entscheidende Grundsatzfrage geht.
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Ukraine und die Krim: ein Warnsignal auch für uns?

Peter Schneider, Chefredaktor

Die Entwicklungen in der Ukraine haben in Schweden eine Debatte über die schwedische Verteidigungspolitik und die Armee ausgelöst. Ich zitiere dabei kursiv aus einem Artikel von Frau Ingrid Meissl Årebo aus Stockholm, der am 6. März 2014 in der NZZ unter dem Titel «Armee-Debatte in Schweden, Forderung nach NATO-Beitritt» erschienen ist. Die Parallelen zu unserer Armee und insbesondere deren Weiterentwicklung (WEA) können nicht ignoriert werden. Lesen Sie mehr...

Übung DUREZZA: Ein attraktives Dienstleistungsmodell für drei Verbände

Thomas Schneider, Oliver Boxler

Für die Volltruppenübung «DUREZZA» wurde das Infanterierekrutenbataillon 11 (–/+) gebildet. Es umfasste die Stabskompanie Infanterie RS 13, zwei Infanteriekompanien und eine Infanterie - unterstützungskompanie Infanterie RS11 sowie den Stab Infanteriebataillon 60 zusammen mit seinen Kompanie - kommandanten. Dabei trafen alte Hasen und junge Füchse zusammen. Das Übungsszenario basiert auf einem alten Grenzkonflikt von fiktiven Staaten rund um die Schweiz. Dabei war ein offener politischer Konflikt zwischen zwei Staaten entstanden, welcher sich zunehmend verschärfte. In der Folge wurde die Schweiz in den Sog dieses Konflikts gerissen und Menschen aus den Krisenländern waren in die Schweiz geflüchtet -mit unterschiedlichen Absichten. Basierend auf dieser Ausgangslage ging es für den Verband darum, verschiedene Einsatzverfahren der Infanterie – Einsätze unterhalb der Kriegsschwelle, Unterstützung der zivilen Behörden, aber auch robustere Einsätze gegen eine militärisch organisierte Gegenseite – zu trainieren. Lesen Sie mehr...

Die verlorenen Fähigkeiten der Luftwaffe: «Erdkampf»

Peter Bruns
Mit der Ausserdienststellung des Hunter auf Ende 1994 hat die Luftwaffe die Fähigkeit zur direkten und indirekten Unterstützung des Heeres mit operativem Feuer aus der Luft verloren. Der folgende Artikel argumentiert, dass diese Fähigkeit die eigentliche Kernkompetenz aller Luftwaffen ist. Zudem zeigt er die enormen technischen Fortschritte seit der Ära Hunter auf und betont, dass die Beschaffung des Gripen für den Wiederaufbau der Kompetenz unumgänglich ist. Dass die Luftwaffe in erster Linie für die Offensive und damit für Angriffe aus der Luft geeignet ist, haben bereits die Begründer der Luftmachtdoktrin erkannt. Die herausragenden Luftkriegstheoretiker der Zwischenkriegszeit wie der Italiener Giulio Douhet, der Engländer Hugh Trenchard oder der Amerikaner Billy Mitchell sahen im Kampfflugzeug eine inhärent offensive Waffe. An dieser Einschätzung hat sich seit diesen Zeiten nichts geändert. Dank den für eine Luftwaffe typischen Eigenschaften Geschwindigkeit, Reichweite und Präzision und damit verbunden der Fähigkeit, überraschend und über grosse Distanzen Wirkung am Boden erzielen zu können, sind Angriffe aus der Luft die eigentliche Kernkompetenz von Luftwaffen im Allgemeinen.  Lesen Sie mehr ...

Ja zum Gripen!

Konrad Alder
Eines muss sich der Stimmbürger und die Stimmbürgerin in unserem Land am kommenden 18. Mai 2014 absolut im Klaren sein. Die von den notorischen und bekennenden Armeeabschaffern SP, Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) und Grüne lancierte Referendumsabstimmung ist weit mehr als ein Entscheid für oder gegen die Beschaffung von 22 Kampfflugzeugen Gripen. Obwohl von den Referendumsführern vehement bestritten, geht es vielmehr um die für die Sicherheit und Souveränität unseres Landes lebenswichtige Frage der Zukunft unserer Luftwaffe. Eine Ab - lehnung der Beschaffung von 22 Kampfflugzeugen Gripen hätte nämlich zur Konsequenz, dass unsere Armee in den Jahren nach 2030 über keine Luftverteidigungskomponente mehr verfügen würde; unsere 32 F/A-18 werden gemäss den Ausführungen des Bundesrates in seiner Gripen- Beschaffungsbotschaft altersbedingt nur bis zu diesem Zeitpunkt im Einsatz stehen.Lesen Sie mehr...

Krieg um Wasser?

Walter Schilling
Seit jeher ringen die Staaten dieser Welt um Einfluss und Macht. Der Kampf um Land, aber auch um wichtige Rohstoffe wie Erdöl und Erdgas, wertvolle Metalle und Diamanten hatte dabei grosse Bedeutung. Zahlreiche Kriege wurden deshalb geführt. In jüngster Zeit werden sogar bewaffnete Konflikte um Wasser vorausgesagt. Doch ist diese Entwicklung so zwingend wie manche Wissenschaftler verkünden? Eine Studie amerikanischer Fachleute vom März 2012 sieht eine ab dem Jahr 2022 erheblich zunehmende Gefahr von Krieg um Wasser, primär verursacht durch das rapide Bevölkerungswachstum und den Klimawandel. Besonders gefährdet sind einige Regionen in Südasien, im Nahen und Mittleren Osten und in Afrika.  Lesen Sie mehr....