Editorial

Peter Schneider, Chefredaktor ASMZ

Liebe Leserin, lieber Leser

«Die Armee ist die bedeutendste strategische Reserve des Bundes. Im Falle eines militärischen Angriffs ist sie das entscheidende Instrument». Diese Aussage entnimmt man dem sicherheitspolitischen Bericht 2010 (SIPOL B 2010), Ziffer 5.2; Sie ist eine direkte Ableitung des Artikels 58 der Bundesverfassung, der definiert, dass die Aufgaben der Armee die «Kriegsverhinderung und Erhaltung des Friedens, Verteidigung, Unterstützung der zivilen Behörden und Friedensförderung» beinhalten. Dies galt während des Kalten Krieges genau gleich und führte damals zu einer Armee mit einem Bestand von weit über 600000 Mann. Für die heute absehbaren Bedrohungen, aber auch unter Berücksichtigung der Bedürfnisse unserer Wirtschaft, ist eine derart grosse Armee zurzeit nicht notwendig.. Lesen Sie mehr ...

NATO-Gipfel in Chicago

Detlef Puhl -Das NATO-Gipfeltreffen in Chicago am 20./21.Mai wird in vielerlei Hinsicht wegweisend sein, auch wenn – oder gerade weil – kein grosses strategisches Dokument zur Verabschiedung ansteht. Das Neue Strategische Konzept des Bündnisses, beschlossen beim vorigen Gipfeltreffen in Lissabon im November 2010, bleibt gültig. Lesen Sie mehr...

Militärstrategisches und operatives Denken: Neutralität

Matthias Kuster und Jürg Stüssi-Lauterburg - Die Grundlage der schweizerischen Neutralität lässt sich bis in die frühe Neuzeit zurückverfolgen. Um den inneren Zusammenhalt zu sichern, enthielt der Basler Bund (Beitritt Basels zur Eidgenossenschaft) von 1501 die folgende Bestimmung, welche Basel zur Neutralität in inner eidgenössischen Kriegen verpflichtete: Lesen Sie mehr...

100 Tage Kdt der Generalstabsschule

Michael Arnold - Die Ausbildung der Generalstabsoffiziere hat sich zwar inhaltlich stark verändert, nicht aber in Bezug auf die generellen Zielsetzun gen. Nach wie vor wollen wir Generalstabsoffiziere ausbilden, die ein sehr gutes taktisches Verständnis haben und die Führungs tätigkeiten beherrschen, so dass sie in der Lage sind, ihrem Kommandanten zum richtigen Zeitpunkt die relevanten Entscheidungsgrundlagen zur Verfügung zu stellen.Wir lehren deshalb systematisches Arbeiten, Konzentration auf das Wesentliche und prägnante Präsentationstechnik. Wir bieten Training des Abstraktions- vermögens an und fördern das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Der «Ideal-Generalstabsoffizier» vereinigt Bescheidenheit, Selbstdisziplin, Verantwortungsbewusstsein, Präzision, Gründlichkeit, die Fähigkeit zu Vernetzen, Geschwindigkeit, Belastbarkeit und Durchhaltefähigkeit. Das sind Attribute, die auch Kader in der Privatwirtschaft auszeichnen sollten. Lesen Sie mehr....

100 Tage als Direktor der Militärakademie

Walter Troxler - Brigadier Moccand fasst seine ersten Eindrücke nach 100 Tagen als Direktor der Militärakademie an der ETH Zürich (MILAK) wie folgt zusammen: Herausfordernd, komplex, spannend, abwechslungsreich, hektisch, bereichernd. Ich danke meinen Mitarbeitenden herzlich für die gute Aufnahme und hervorragende Unterstützung. In der Einarbeitungsphase wollte ich mein Team kennenlernen, gegenseitige Erwartungen klären, Einblick in Lehrgänge und Dozenturen gewinnen sowie Hinweise über Stärken und Schwächen der Organisation erhalten. Ich will auf sachlicher und menschlicher Ebene nachhaltige Wirkung erreichen für unser gemeinsames Ziel. Klarheit, Offenheit, Wertschätzung und Respekt sind wichtige Voraussetzungen für Erfolgserlebnisse. Die Art und Weise unserer Arbeit und unseres Umgangs stützt sich auf sechs Pfeiler ab: Professionalität, Einfachheit, Leidenschaft, Fürsorge, Team und Augenmass. Lesen Sie mehr....

Starker Wechsel im Vorstand der SOG

Die statutarische Amtszeitbeschränkung von sechs Jahren bringt es mit sich, dass der Vorstand der SOG regelmässige Wechsel verkraften muss. Das hat Vor- und Nachteile. An der Delegiertenversammlung 2012 in Luzern wurden gleich neun Vorstandsmitglieder verabschiedet. Da geht viel Wissen und Erfahrung verloren, nebst natürlich der kameradschaftlichen Verbundenheit. Folgende fünf Generalstabsobersten haben die Amtszeit erfüllt: Raynald Droz von der Société Fribourgeoise des officiers vertrat als Berufsoffizier die Anliegen der Armee mit Verve und Sachverstand; der Berufsoffizier Walter Steiner, delegiert von der KOG SG, liess den Vorstand immer wieder von seinem Informationsstand pro - fitieren. Die Stimme der Innerschweiz trug der Nidwaldner Franz Gander, ebenfalls Berufsoffizier, in den Vorstand. Lesen Sie mehr...